Wie Beziehung Kinder und Erwachsene stark macht

 

 

Präsentation zum Download (PDF)

 

Ein spannender Abend mit der Erziehungswissenschaftlerin, Berufsschullehrerin und Seminarleiterin Carla Kronig-Zurbriggen

 

8. April 2015

Beziehung definiert die Referentin Carla Kronig als gleichwertige Be-Ziehung, bei der sich Subjekt mit Subjekt auf Augenhöhe begegnen und einen gemeinsamen Weg gehen. Der Wert des Kindes als Mensch ist in der Be-Ziehung gleichwertig wie der  Wert eines Erwachsenen. Wichtig zu verstehen ist, dass diese Form der Be-Ziehung die Eltern natürlich nicht von ihrer Verantwortung für die Er-Ziehung freistellt. Das Kind ist in der Be-Ziehung gleichgestellt in seiner Würde, hat aber nicht die gleichen Rechte wie die Erwachsenen. Nur in der Be-Ziehung können wir Empathie entwickeln, uns füreinander „echt“ interessieren und somit eine tiefe Beziehung zu unseren Kindern aufbauen.

Ganz praktisch gibt Carla Kronig Tipps für das Leben mit Kindern in „echter“ Be-Ziehung:

  • Gefühle zulassen: wir als Eltern sind Vorbild im Zulassen von Gefühlen für unsere Kinder. Sie dürfen erleben, dass Eltern traurig oder wütend sein können. Nur so lernen Kinder, dass echte Gefühle erlaubt sind.

  • Langeweile zulassen: Langeweile ist Auslöser für Kreativität. Viele Eltern machen zu rasch Vorschläge, um Langeweile zu unterbinden. Carla Kronig plädiert für Langeweile als etwas Positives, das wir unseren Kindern gönnen dürfen.

  • Erwachsenenfreie Zonen zulassen: Kinder haben heute oft zu wenig Raum für sich. Eltern können versuchen, mehr Freiheit und weniger Kontrolle zu geben, damit Kinder in diesen „erwachsenenfreien Zonen“ eigene Erfahrungen machen dürfen.

  • Die Gefühle der Kinder ernst nehmen: nur so kann echter Kontakt und Be-Ziehung entstehen. Dabei ist es wichtig, zwischen dem Gefühl und dem Verhalten des Kindes zu unterscheiden.

    • Beispiel als Reaktion auf die Wut des Kindes: „Ich sehe, dass macht Dich wütend und es ist ok, dass Du wütend bist. Aber Dein daraus resultierendes Verhalten ….etwas zerstören, beschmieren, schlagen… ist nicht ok.“

  • Eltern sollten nicht dem Kind Grenzen setzen, sondern stattdessen dem Kind die eigenen Grenzen aufzeigen. Wenn wir mit Ich-Botschaften von uns selbst sprechen und uns auf unsere eigenen Grenzen beziehen, erreichen wir beim Kind einen grösseren Eindruck.

    • Beispiel: „Ich will abends um 8h Ruhe haben“ oder „ Ich ertrage es nicht wenn Du…“ –

  • Bestrafung vermeiden: Selbstverantwortung wird durch Bestrafung verunmöglicht. Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen – positive wie auch negative – erleben dürfen.

 

  • Lob reduzieren: Lob  führt dazu, dass das Kind nur ein Verhalten zeigt mit dem Ziel, Lob zu bekommen. Lob ist ein gutes Mittel um echte Leistung zu honorieren, sollte aber gezielt und sparsam eingesetzt werden.

Mehr Informationen zum Vortrag von Carla Kronig finden sich in ihrer angehängten Präsentation.

 

Die ER-Elternfortbildungsgruppe weist auf die nächste Weiterbildung zum Thema „Bewusster Umgang mit Geld und Konsum“ in Zusammenarbeit mit ProJuventute am Dienstag, 15. September, 19.30h hin.

 

Martina Leiva

Für die ER-Elternfortbildungsgruppe

 

 

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